Weihnachtsgeschenk gesucht? Faces of Longboarding verschenken!

Faces of Longboarding

Faces of Longboarding ist ein Projekt von Andre Kniekamp. Mit dem Buch hat er ein analoges Portrait der Szene geschaffen. Vor dem Verkaufsstart hatten wir ein Interview it ihm gemacht. Dieses wurde in der Ausgabe vier der 40inch veröffentlicht. Hier das Interview. Bestellungen für „unter den Weihnachtsbaum“ können unter der Webseite http://facesoflongboarding.tumblr.com/ durchgeführt werden.

Hier der Text aus dem Magazin:

Allein die Tatsache, dass es vier große, verschiedene Kategorien gibt (Slalom, Downhill, Freeride, Dancen) zeigt wie vielfältig die Longboardszene ist. Hinzu kommen die vielen verschiedenen Setups, die große Anzahl der Bretter, der Hersteller und zu guter letzt der Grund warum es das alles gibt: die unzähligen Longboarder. Egal ob Großstadt oder Dorf. Jeder Longboarder hat seine Geschichte. Die Hauptsache ist, dass er skatet.

Jeder versucht, aus der Liebe zum Sport heraus, etwas zurückzugeben. Ob den Spot clean halten, die Communtiy stärken oder anderen Longboardern helfen. Es gibt aber auch Leute, die andere Dinge im Kopf haben, um ihre Liebe zu zeigen. Unter anderem auch André Kniekamp. André ist 38 und hauptberuflich freier Motiondesigner und Illustrator.

Erster Kontakt mit dem Longboard

Das erste Mal durfte ich André auf den West German Longboard Masters in Dortmund treffen. Nachdem man einige Worte gewechselt hatte, war das Interesse geweckt und ich wollte mehr über André und sein Projekt erfahren.

Er ist früher schon Skateboard gefahren, anfangs street, später miniramp. Danach wurde das Brett dann erstmal in die Ecke gestellt. Auf der Arbeit ließ dann irgendwann Mal ein Kollege sein Longboard im Büro stehen. „Dies haben wir zunächst erstmal als Kameradolly für Dreharbeiten benutzt.“, so André, „Dann sind wir damit natürlich auch ganz normal herumgefahren und es hat mich wieder gepackt!“. Wie für die meisten diente es auch für ihn erst Mal als Fahrrad Ersatz, doch seit gut zwei Jahren fährt er wieder ernsthafter.„Hauptsächlich Dancen, ab und zu rolle ich auch mal die eher kleinen Hügel um Köln runter und slide ein bisschen.“.

Da er in seiner Freizeit auch surft, ist für ihn eines ganz klar:

„Nichts kommt so nah an Surfen ran, wie Longboarden. Gerade Dancen hat ähnlich viel mit Flow am Hut wie surfen. Das kann aber auch daran liegen, dass ich auch auf dem Wasser längere Bretter bevorzuge.“

 

Der Weg zu „Faces of Longboarding“

Wie es zu seinem Projekt „Faces of longboarding“ kam (Bilder unter www.facesoflongboarding.tumblr.com) liegt fast auf der Hand.
André fotografiert sehr viel, nur analog und mit dem vorhandenen Licht. Für ihn ein super Ausgleich neben der Bildschirmarbeit. Für ihn lag es daher nahe, die Longboarder um ihn herum zu fotografieren. „Die Szene ist so unglaublich vielfältig. Es fahren so viele schräge Typen und auch so viele Frauen Longboard, das wollte ich unbedingt dokumentieren.“, so André über die Idee hinter dem Projekt.

Er arbeitet alleine an diesem Projekt. Es ist sein Projekt. Es ist der Versuch, der Szene, dem Longboarden, dem Sport den er liebt, etwas zurückzugeben. Der Zeitaufwand hält sich jedoch in Grenzen. Die Kameratasche ist sein treuer Begleiter geworden. „Wenn das Licht stimmt und ich ein paar nette Leute dabei habe, frage ich, ob ich ein paar Fotos machen kann.“, ganz ohne Stress, André weiter: „Manchmal verabrede ich mich mit Leuten ganz gezielt an Locations die ich vorher gefunden habe, das ist klasse, weil man dann einfach mehr Zeit hat, ein wenig rumzuprobieren und zu der Person auch nen etwas intensiveren Kontakt aufbauen kann.“ Natürlich fährt er auch auf Treffen, Freerides und Contests. Selber kommt er während dieser Veranstaltung selten zum Rollen. Er macht dies alles zum Vergnügen, Zeit spielt da keine Rolle.

Worauf er sich bei der Sache am meisten freut?

Spaß!

„‚Für mein Projekt muss ich dringend nach Belgien zu einem Freeride fahren‘, klingt doch so schön wichtig und dabei habe ich dabei tatsächlich einfach nur Riesenspaß“ sagt er mit einem dicken Grinsen im Gesicht.

Dass man auf den Bildern keine fetten Slides oder Downhill findet, ist gewollt. Die Intention hinter den Bildern ist eine andere.

„Ich möchte Typen zeigen, die Vielfältigkeit der Szene dokumentieren. Ob Slalom, Downhill, Freeride, Dancen oder was auch immer, die Liebe ist groß und ich will das zeigen.“
faces-ofe
Die Szene wächst und gedeiht. Das ist für André auch gut so. „Es gibt überall lokale, kleine Boardschmieden, das ist doch super! Das muss unterstützt werden!“. Aber jeder Hype hat auch seine Kehrseite. „In vielen Gegenden muss man darauf achten, dass man seine Spots nicht zerstört; die eben keine 50 Mann Shuttlebullie den Berg hoch vertragen.“

„Die Grenzen zur ‚normalen‘ Skateszene werden durchlässiger, hoffe ich zumindest. In anderen Ländern geht es doch auch,..ich meine ein Brett, vier Rollen; alle sind doch irgendwo dem gleichen Ding verfallen.“

Das ganze Projekt wird übrigens alleine von André finanziert. Das soll auch so bleiben, sagt er. Er macht dies aus Liebe zum Sport, zur Szene. Er will damit kein Geld verdienen. Leidenschaft ist hier das Stichwort.

„Am Ende möchte ich einen Bildband drucken lassen und so der Szene etwas zurückgeben.“ Wann genau das sein soll, das steht jedoch noch nicht fest.

Bestellungen unter http://facesoflongboarding.tumblr.com/
Faces of Longboarding
Fotos: André Kniekamp

 

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