Longboard und der Versicherungsschutz im Ausland

Der Unfall von Felipe Malaga vor ein paar Jahren hat viele verunsichert. Erst mit einer großen Spendenaktion konnte die medizinische Versorgung sichergestellt werden. Wie steht es mit meinem Versicherungsschutz, wenn ich im Ausland ein Rennen fahre oder ein Trainingscamp besuche. Grund genug für uns, sich mit diesem Thema genauer auseinanderzusetzen.

Unser Tipp:

Kümmert euch um eure Versicherung!

Ein Anruf und Ihr habt Klarheit, wie euer Versicherungs-schutz aussieht, und könnt euch gegebenenfalls zusätzlich versichern.

Wir haben das Online-Abschluss-Formular der Signal-Idunal getestet und hatten innerhalb von fünf Minuten den Versicherungsschein mit 24 Stunden Notfall-nummern auf unserem Schreibtisch liegen.

Hier gibt es die Möglichkeit, eine Jahres-Reise-Kranken-versicherung abzuschließen, ab 7,70 € Jahresbeitrag. (oder eine Tagesversicherung für 0,40 € pro Tag. Hier wird bei Abschluss von weniger als zehn Tagen auf 4,00 € aufgerundet).

Wir haben mal zwei Versicherungen für euch ausgesucht, bei denen man einfach online abschließen kann; natürlich bieten viele Versicherungen diesen Service zu ähnlichen Konditionen an.

Investiert diese Minuten in eure Gesundheit und Sicherheit. Dann könnt Ihr entspannt skaten gehen und wenn doch mal was passiert, seid ihr abgesichert!

www.dkv.de
www.signal-iduna.de

 

Hier wichtige Infos  im Überblick

– Wer mehr wie 50 Prozent seines Lebensunterhaltes mit  der Ausübung des Sportes verdient, gilt als Profisportler.

– Longboarden ist ein Extremsport; auch wer an Rennen teilnimmt, ist IN DER REGEL über die gesetzliche Krankenversicherung versichert.

– Wer kein Profi ist, ist im europäischem Ausland IN  DER REGEL auch über seine normale gesetzliche Krankenversicherung versichert!

– Ihr könnt bei eurer gesetzlichen Krankenkasse eine kostenlose Europäische Krankenversicherungskarte,  kurz EKVK, beantragen. Das ist eine Karte, mit der ihr
Anspruch auf medizinisch erforderliche staatliche Gesundheitsdienstleistungen während eines   vorübergehenden Aufenthalts in einem der 27 EU-  Länder, sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und  der Schweiz erhaltet.

– Wenn ihr in NICHT EU-Ländern Longboard fahren   wollt, solltet ihr eine Auslandskrankenversicherung  abschließen.

– Diese Auslandskrankenversicherung kann einen Tag  vor Abreise innerhalb von fünf Minuten online  abgeschlossen werden!

– Informiert euch bei eurer Versicherung. Fragt explizit  nach, ob Longboard fahren ausgeschlossen ist!

– WICHTIG! Nachfragen bei beiden Versicherungen  (Kranken-, eventuell Reisekrankenversicherung), ob  Bewusstseinsstörung mit eingeschlossen ist. Hier
handelt es sich zB. um nicht erkannt Herzfehler, oder    Diabetes, auf Grund dessen der Unfall geschehen ist.   Aber auch wenn die Party am Vorabend zu gut war und
man noch Alkohol im Blut hat, kann eine Versicherung die Leistung versagen. Bei der von uns getesteten  Versicherung ist die Leistung bis 0,8 Promille mit
eingeschlossen!

 

Ergänzend von Helge Reichert von Helgereichert.de

 

Zuallererst – solange ihr irgendwelche Sportarten privat und als Hobby betreibt, also nicht euren Lebensunterhalt damit verdient seid ihr in allen Versicherungen auch versichert. Auch wenn ihr an Events teilnimmt. Außer es ist wie beim ADAC (siehe Beitrag von Dina) dass da was explizit ausgeschlossen ist.

2. Wenn ihr euch gegen Unfall, Haftpflicht oder BU absichert wollt, ist ein Autoclub nicht unbedingt die richtige Adresse.
Ihr kauf eure Boards ja auch nicht im Supermarkt.
Erst recht nicht im Schadenfall. Wenn ihr irgendwo in eurem Blut liegt, ist es nicht hilfreich sich mit irgendeiner Hotline rum zu schlagen, die noch nicht mal weis wie man Long-, Snow-, oder Mountainboard schreibt.
Dann braucht ihr einen Makler der alles für euch regelt. Am besten natürlich einer der weis was ihr da so macht, also so wie ich der selbst in diesem Bereich unterwegs ist 😉 und weis wie ne Schadenmeldung aussehen muß. Aus Erfahrung kann ich euch sagen, dass Mama und Papa genauso viel über Versicherungen wissen wie ihr selbst.

3. Versicherungen kosten nach Leistung. Wenig Leistung kostet wenig. Wenn ihr ein Loaded fahren wollt kostet das auch mehr als ein Globe oder Decathlon.

4. Unfallversicherung
es gibt keine Risikounfallversicherung. Es gibt nur Unfallversicherungen. Die leisten wenn ihr nach einem Unfall eine Invalidität davontragt. Es sind auch Bergungskosten, KosOp und Rücktransport weltweit eingeschlossen. Da kann man nun verschiedene Erweiterungen einschließen, KHTG, Invaliditätsrente, Heilkosten. Todesfall usw. ca. 13 – 26€ je nach Leistung und Beruf

5. PHV
zahlt alle Schäden die ihr anderen zu fügt.
Übrigens bei Rennveranstaltungen verzichte ihr immer auf Schadenersatzansprüche.
ca. 52€ Single 74€ Familientarif / jährl

6. Auslandsreise-KV
Die übernimmt die Heilkosten im Ausland. Die GKV zahlt nähmlich nur soviel wie in dem Land in dem ihr krank werdet üblich ist. In Frankreich sind das z. B 50%. Der Auslandsreisekrankenschein gilt übrigens nur in Europa. ca. 9,90€ / jährl

7. Berufsunfähigkeitsabsicherung
Die zahlt euer Gehalt wenn ihr auf Grund von Krankheit oder Unfall euren Beruf voraussichtlich länger als 6 Monate nicht ausüben könnt. Gilt auch für Schüler und Studenten. Da gibt es tolle Versorgungswerke mit super Konzeptionen.
ca. 20 – 80 € je nach Leistung Alter und Beruf

8. Risikolebensversicherung
sollte auch jeder haben der Familie hat, oder wollt ihr euren Hinterbliebenen auch noch die Beerdigungskosten ans Bein nageln. ca. 2 -10€ je nach Leistung, Dauer und Beruf

9. Vorsorgevollmachten
unverzichtbar und kostet praktisch nichts. Niemand darf ohne Vollmacht für einen Volljährigen irgendwelche Entscheidungen treffen, auch nicht Mama, Papa, Bruder Schwester.
Einmal richtig auf Maul gefallen und ihr könnt euren Willen nicht mehr kund tun, dann bekommt ihr ganz schnell einen gerichtlichen Betreuer. Der kostet dann ab 300 € im Monat.

Ich weis das kostet alles viel Geld. Das kann ich leider nicht ändern. Ich kann nur versuchen euch die günstigsten Varianten raus zusuchen und im Schadenfall zu helfen und die Abwicklung zu übernehmen.