Skateboarden wird wohl tatsächlich olympisch…

Skateboarden wird wohl tatsächlich olympisch… Was längere Zeit als fast unmöglich eingestuft und von der Szene auch kritisch beäugt wurde, scheint nun Konturen anzunehmen. Mit der Erklärung des IOC scheint eine Präsenz des Skateboardens wohl unumgänglich zu sein.

Hier die offizielle Presseerklärung von Titus Dittmann. Über die Teilnahme von Longboards, der wesentlich älteren Sportart, steht nichts in der Erklärung. 40 Aktive werden jeweils in den Bereich Street und Park an den Start gehen. Downhill, Slalom oder Dancing/Freestyle findet man hingegen nicht. So werden dann, wenn es soweit ist, die Gelder des IOC bzw. NOK  entsprechend wohl auch in diese Disziplinen fließen.

Das Longboarden bleibt dann leider aussen vor.  Ärgerlich, hätten wir das Geld doch gut für den Aufbau einer funktioniernden Infrastruktur brauchen können. Dies war jedoch absehbar, da ein Verband der sich mit dem Thema Longboard befaßt oder befassen sollte, defacto nicht existent ist. Zwar ist die FIRS auch für Longboarder zuständig, die Vertreter halten sich allerdings mit Verlautbarungen über die Verbandsarbeit zurück.

Unter dem Strich betrachtet, fehlt es der Longboardszene an Lobby. Die Rennszene hat Riesenprobleme Rennen zu organiseren, da kein Verband dahintersteht und neben den versicherungstechnischen Gründen auch die Ansprache an Kommunen und Ordnungsämter sehr schwierig ist. Mit einem funktionierenden Verband wäre der Unterbau für die Zukunft geschaffen und wir hätten wieder mehr Contests in Deutschland.

Die Streetskateboarder stehen der ganzen Entwicklung in Richtung Olympia gemischt gegenüber. Sehen die einen den Ausverkauf ihres Sports, sehen die anderen überall Skateparks, die wie Pilze aus dem Boden schiessen.

 

Titus Dittmann begrüßt die Empfehlung der Organisationskommission der Olympischen Spiele 2020 an das IOC Skateboarding offiziell als olympische Sportart aufzunehmen
Skateboarding rollt Richtung Olympia 2020 in Tokyo
Münster/Tokyo (30. September 2015): Die Organisatoren der olympischen Sommerspiele 2020 in Tokyo gaben diese Woche bekannt, das Skateboarding zu den fünf Sportarten gehöre, die dem Olympischen Komitee (IOC) offiziell zur Aufnahme vorgeschlagen wurden.
Titus Dittmann in seiner Funktion als World Chairman der FIRS (Fédération Internationale de Roller Sports) für Skateboarding ist sehr erfreut zur Kenntnis zu nehmen, dass Skateboarding sich nun offiziell in Richtung Olympische Spiele 2020 bewegt.
„Skateboarding ist längst im Mainstream angekommen. Wichtig ist nun, dass die Interessen der Skateboarder im Falle einer erfolgreichen Teilnahme bei den Spielen in Tokio 2020 authentisch umgesetzt und gewahrt werden. Mein Team und ich freuen uns auf diese Herausforderung und werden unsere langjährige Kompetenz einsetzen, wie wir das bis 2005 bei unseren eigenen World Cups bereits unter Beweis gestellt haben“, so der Skateboard-Pionier.
Die Entscheidung des IOC bezüglich der Aufnahme von Skateboarding als olympische Sportart wird im August 2016 im Rahmen der Spiele in Rio de Janeiro erwartet.
Mehr Informationen finden Sie hier:
Offizielle Pressemitteilung des Organisations-Komitees der Olympischen Spiele 2020 in Tokyo:
https://tokyo2020.jp/en/news/index.php?mode=page&id=1473

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