Skateboard goes wohl doch nicht Olympia

Tony Alva über Olympia

Skateboard goes wohl doch nicht Olympia

Skateboard und Olympia haben sich wieder ein wenig voneinander entfernt. Der Grund ist die Annahme des IOCs, dass von den Sportlern verbotene Substanzen konsumiert werden. Bei den x-Games in Oslo, die im letzten Monat stattfanden, verzichtete man auf Dopingkontrollen, was wiederum Thomas Bach (IOC Präsident) auf die Hanfplanze ääh Palme gebracht hat.  Seiner Ansicht nach, sollte ein Sport, der vor allen Dingen junge Menschen anspricht, absolut drogenfrei sein. Genau wie Rennradfahren, Schwimmen, Gewichtheben etc., die traditionell für die Olympischen Spiele stehen und natürlich jedem Verdacht über verbotene Substanzen erhaben sind. Ja, nee is klar. Merkste selbst Thomas oder? Wir gehen davon aus, dass das IOC Präsidium schlechtere Einkaufspreise von den örtlichen Lieferanten bekommt und deshalb wohl auf die Barrikaden geht. Aber mal ernsthaft: Drogen sind schon immer Teil von Jugendkulturen gewesen. Ob die sich nun im olympischen Dorf mit Bier wechschiessen oder mit Weed – was macht den Unterschied? Wir selbst sind auf keinen Fall Befürworter von Drogen oder Doping im Wettkampfsport, müssen aber doch über die weltfremde Einstellung des IOC schmunzeln.

Der wahre Grund für eine Verweigerung des IOC Skateboarder bei Olympia starten zu lassen, dürfte ganz woanders zu finden sein. Die Roller Sports Federation (FIRS) hatte das Skateboarden beim IOC angemeldet und plötzlich kommen die World Skateboarding Federation (WSF) und die International Skateboarding Federation (ISF) ebenfalls mit Meldungen um die Ecke und beanspruchen ihren Stück vom Kuchen. Es geht nämlich um Geld… Um viel viel Geld. Also hat das IOC am 15. März ein Machtwort gesprochen und darum gebeten, dass sich die drei großen Verbände zusammensetzen und eine Lösung herbeiführen. Der IOC befürchtet den Verlust seiner Integrität, denn keiner der Verbände ist Teil des SportAccord, einer Art Dachverband für olympische Sportarten. Damit werden einfachste Regularien umgangen und wenn sich also keine Lösung findet, wird es nix mit Skateboarden und Olympia.  Und auf der anderen Seite lauern die Kritiker: Skateboarden verliert seine Identität wenn es in irgendeinem Verband aufgenommen wird (was aber wiederum nicht zu verhindern sein wird)

Wir sind weiterhin gespannt was die neverending Story uns bringen wird.  Skateboard goes wohl doch nicht Olympia oder doch?

Longboarding wie Downhill oder Slalom war übrigens nie ein Thema beim IOC.

Beim letzten Mal, als jemand den Vorschlag machte, das Longboarden in die X-Games einfließen zu lassen, wurde ihm spontan eine Menge Spaß garantiert: „Wir brechen dir sämtliche Knochen, wenn den Vorschlag nicht zurückziehst…“

Wer wissen will wer wen bedroht hat.. www.longboardbuch.de

Im Endeffekt – es geht nur um die Kohle. Blauäugig zu denken es ginge hier um Skatekultur oder soetwas…