skate-aid fördert die Integration von Flüchtlingen mit Hilfe vom Sportpatenprojekt

Sport bewegt. Nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Dieses sportliche Potenzial nutzt skate-aid weltweit seit vielen Jahren um die Hoffnung mit der Kraft des Skateboards ins Rollen zu bringen. Unter dem Dach von skate-aid wird nun das 2012 in Leben gerufene Sportpatenprojekt von Dr. Marie-Christine Ghanbari ein fester Bestandteil, um gemeinsam ein integratives Zeichen für die Flüchtlingsarbeit in Münster zu setzen. Sportwissenschafts- Studenten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Oberstufenschüler der Friedensschule in Münster agieren als sogenannte Sportpaten.

In einer intensiven eins zu eins Betreuung werden die Kinder ein Jahr lang sportlich begleitet und unterstützt. Diese Kinder werden mit Hilfe von verschiedenen sportlichen Aktivitäten in ihrer motorischen, geistigen und emotionalen Entwicklung gefördert und gestärkt. Das bereits laufende Projekt wird nun ergänzt, indem Flüchtlingskinder mit in den Prozess einbezogen werden. Zu einem Sportpatenteam, bestehend aus einem Paten und einem Kind, kommt nun jeweils ein Flüchtlingskind. Das Sportpatenprojekt von Dr. Marie-Christine Ghanbari, welches 2013 mit dem Cusanus-Preis, ausgezeichnet wurde, hat eine langfristige Zielsetzung. Mit Hilfe der sportlichen Aktivitäten werden Kinder unterstützt und gestärkt. Doch auch die Sportpaten, oft angehende Lehrer, profitieren von ihrer Aufgabe und der Übernahme von Verantwortung. Sie erhalten einen tiefgehenden Einblick in die Lebenssituationen der Flüchtlinge und den zu stärkenden Kindern und werden so für die Ungleichheit der Bildungsvoraussetzungen sensibilisiert.

Für das Projekt, welches mehrere Sportarten umfasst, eignet sich insbesondere die Nutzung des Skateboards als sinnstiftendes Instrument. Denn anders als andere körperlich sportliche Aktivitäten ist Skateboarding nicht kompetitiv geprägt. Somit ist es nicht Wettkampforientiert, sondern fordert eine gewisse Selbstorganisation die nicht zuletzt die Kreativität und die Persönlichkeitsentwicklung fördert. In der Friedensschule und der Hermannschule Münster hatte das Projekt schon erste Erfolge und zeigte deutlich, was die Selbstorganisation des Skateboardings ausmacht. Nicht Leistung und Gewinn stehen im Fokus der sportlichen Aktivität, sondern insbesondere das Gemeinschaftsgefühl wird durch das Sportpatenprojekt geprägt.

I am, because we are“, so umschreibt Dr. Marie-Christine Ghanbari die Zielsetzung. Dieses Gemeinschaftsgefühl ist vielen Flüchtlingen nicht fremd. Sie kommen oft aus einer kollektivistisch geprägten Kultur, in der die gemeinsame Bewegung, z.B. durch Tanz und Musik ein wichtiger Bestandteil ist, führt Dr. Marie-Christine Ghanbari weiter aus. Diese den Flüchtlingen bekannte Bewegungskultur nutzt das Sportpatenprojekt gemeinsam mit skate-aid nun, um zu einer erfolgreichen Integration beizutragen. Diese gestaltet sich im Optimalfall sogar wechselseitig. Bereits 2013/2014 wurden syrische Flüchtlingskinder in das Projekt miteinbezogen. Sportinteressierte können sich für das laufende Projekt aktuell bei skate-aid als Sportparte melden, um auch Teil der integrativen Arbeit zu werden. Studierende können sich das Projekt, welches mit dem Arbeitsbereich der Sportpsychologie der Universität Münster zusammenarbeitet, als Kursus für ihr Studium anrechnen lassen.  

skate-aid betreibt seit mehr als fünf Jahren nicht nur national, sondern auch international Projekte, die das Skateboard als sinnstiftendes Instrument nutzen. skate-aid bringt weltweit die Hoffnung ins Rollen. Denn Skateboarding fördert die Willensstärke, das Gemeinschaftsgefühl, Sozialverhalten und die damit einhergehende Identitätsbildung. Deutschlandweit unterstützt skate-aid bereits mehrere Skateboardprojekte mit Flüchtlingen, jeweils unter dem Motto „Across the Boarders“. Die Projekte finanzieren sich über Spenden. Spender oder auch interessierte Sportpaten können sich an folgende Mailadresse wenden: info@skate-aid.org.

 

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