Rotule Longboards aus Quebec City

Rotule Longboards

Im Jahr 2008 wurde Rotule Longboards in Kanada gegründet und landete mit dem Desert Eagle gleich einen Riesenhit auf der anderen Seite des Atlantiks. Im Silverfish Longboardforum wurde das Deck gehypt wie kaum ein zweites:

„Ein weiterer Meilenstein im Longboardbau. Ein Board das nicht nur mit bestehenden Konzepten geplant wurde, sondern ganz neue Wege geht und dievorhandenen Ideen weiterentwickelt.“

Am Ende stand es in den Top 10 der beliebtesten Artikel im Bereich Longboarden, zusammmen mit Wefunks Stealth Division und dem Rayne Baby Killer.
Rayne ist immer noch gut im Geschäft, wenn auch der Hype der letzten Jahre mittlerweile für mannigfalte Probleme bei den Kanadiern gesorgt hat. Wefunk ist jetzt sehr präsent im Snowskaten. Checkt Alex´Seite unter https://www.snowskate.de/

Die Umfrage zu Euren persönlichen Favoriten gibt es übrigens hier https://survey.zohopublic.com/zs/3qB08I

Und Rotule Longboards?

Sie selbst sagen von sich, dass sie gar nicht den Anspruch haben, jeden Morgen ein Dukatenbad zu nehmen. Es reicht ihnen aus, wenn sie von ihrer kleinen Manufaktur leben können. Die Firma wurde nie zum Mainstreamobjekt und bedient in erster Linie das Downhill- und Freeridesegment. Schon 2012 begannen sie mit der Entwicklung von Boards auf Basalt/Carbonbasis.

Ein Indiegogoprojekt wurde mit 925 Dollar finanziert, um mit den Rohstoffen Carbon/Basalt zu fertigen. 925 Dollar ist nicht sehr viel Geld, jedoch gab keine Bank den innovativen Tüftlern nur einen Cent, um diese Boards zu entwickeln und so half dieser Betrag natürlich weiter. Wie sagt man so schön: Stetig nährt sich das Eichhörnchen. Zu diesem Zeitpunkt waren sie eine der ersten Firmen, die sich an das Thema Basalt heranwagten. Derzeit findet man nur zwei Modelle auf der Seite: Das Tibia und das Fibula. Beide in der erwähnten Basalt/Carbonbasis und zu einem Preis von umgerechnet 260 Euro für das Deck nicht gerade Schnäppchen. Alle Fertigungsschritte werden „inhouse“ durchgeführt und ähnlich wie bei Rocket Longboards aus der Schweiz und vielen kleinen Manufakturen in Deutschland, hat so etwas seinen Preis.

Zunächst wird Epoxy aufgebracht und verteilt.

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Es folgen diverse Lagen Carbon und Basalt:

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Nach dem Pressen werden die Wheelwells geschliffen und Bereiche, die Holz durchscheinen lassen, mit Epoxy versiegelt.

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Am Ende warte dann eine der Speedmaschinen auf einen neuen Besitzer.

Rotule Longboards

Rotule Longboards in Deutschland

Die Longboards haben sich in Deutschland nie richtig durchsetzen können. Zwischenzeitlich wurden auch Boards gebaut , die durchaus mainstreamtauglich waren. Der deutsche Vertrieb war jedoch nicht in der Lage die Vorteile der Boards auch wirtschaftlich zu nutzen. Die Firma „longboardrider“ hat mittlerweile keine Internetseite mehr und ihren Fokus auf einen Onlineversender, der nach einem brasilanischen Fluß benannt wurde, gelegt. Satt Slidepucks werden nun Damenhandtaschen mit einigen Restbeständen Desert Eagle angeboten.

Aber wer weiß, wenn die nächste Longboardwelle auf deutsche Strände trifft, findet sich vielleicht jemand, der Rotule Longboards in Deutschland betreut.
Wenn ihr mehr über die Jungs aus Quebec wissen wollt :
http://www.rotulelongboards.com

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