Rayne von Origin geschluckt?

Rayne

Wir hatten die Gerüchte bereits vor Monaten gehört. Bei Rayne Longboards gibt es Probleme. Leute wären entlassen und ähnliche Dinge wurden geäußert. Konkreter nachgefragt, erhielten wir keine Antworten. Diese kamen gestern via Pressemeldung über diverse Verteiler. Origin Distribution und die kanadische Kultmarke haben eine Kooperation beschlossen. Demnach werden die Produkte der Kanadier direkt in der Fabrik von Origin hergestellt und von dort aus versendet.

Die Begründung klingt zunächst schlüssig: Der bessere Zugang für den US-Markt. Rayne Longboards ist in Kanada angesiedelt und Donni das verrückte Huhn, hat ja bekanntermaßen mit seinem „America first“ für Irritationen und hohe Zölle gesorgt. Ob dies auch Kanada betrifft, ist nicht belegt.

Schaut man genauer hin, dann offenbaren sich Details, die wir unkommentiert lassen. Das „Managing Team“ von der Kanadier besteht weiterhin, sucht sich aber neue Räumlichkeiten, in denen die Entwicklung von Boards und Innovationen weiterbetrieben werden soll. Was mit der Belegschaft passiert, wird nicht weiter ausgeführt. Somit verliert Kanada offensichtlich einen der besten Longboardbrands. Im Gegensatz dazu gewinnt Origin eine der innovativsten Longboardfirmen der Welt. DB Longboards, Cloud Ride Wheels, Atlas Truck Co und Predator Helme sind bereits Teil des Portfolios von Origin. Mit Rayne hat man sich nun das Sahnehäubchen abgeschaufelt und gleich noch Vicious Griptape als Bonus erhalten. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung. Wir hoffen das Rayne nicht ganz und gar aufgibt und weiterhin die bekannt guten Longboards konzipiert.

Rayne Longboards hatte 2014 einen nicht unerheblichen Anteil am Riesenboom, der Deutschland in Form der Longboardtour von Unge und Co. überrollte. Speziell die Long-Distance Boards gingen zu hunderten über die Ladentheke. Schon bald fand man viele der Decks in den Gebrauchtbörsen, denn die schwereren und größeren Long-Distance Boards waren für die durchschnittlichen Youtube Fans gänzlich ungeeignet. „Concrete Wave“ in Köln verkaufte schon bald auf das jüngere Publikum zugeschnittene Cruiser der kanadischen Edelmarke und legte spezielle „Youbtuber-Longboards“ auf. Über das lustige Treiben, das sich dann in den Büroräumen und dem Shop von Heiko Schöller abspielte, berichteten wir in einem älteren Blogbeitrag.