Randal Trucks – Legends never die…

Randal Trucks – Über 20 Jahre waren TKPs die einzige Art von Achsen, die man unter Skateboards fand. Es gab sehr viele Erfinder, die alle mehr oder weniger das gleiche Konzept gestalteten, die einen mit kantigen Ecken, andere wiederum mit gar lustigem Aufbau ohne an der Basiskonstruktion der TKP zu rütteln. Warum auch? der Verkauf lief gut und daran sollte sich auch bis Ende der 70er nicht viel ändern.

Randal Fuller war es um 1976 schließlich vorbehalten, sich Achsen patentieren zu lassen, die Geschichte schrieben. Kein anderes Achsensystem wird – das lässt sich ohne Übertreibung feststellen – so häufig für „Eigenkonstruktionen“ genutzt wie das von Randal.

Der Unterschied der Randal Trucks zu den traditionellen Kingpin-Achsen liegt in der Anordnung des Kingpins. Bei der zumeist von Longboardern genutzten Reverse-Kingpin-Achse sitzt der Kingpin vor dem Hanger. Dadurch erreicht man ein sehr flüssiges Lenkverhalten und bei hohen Geschwindigkeiten eine beachtliche Laufruhe. Während sich die Randal langsam Richtung Platz eins der meist verkauften Achsen schob, wurde es ruhig um das Longboarden/Skateboarden im klassischen Sinne. Mit dem Niedergang der Skateparks in den USA begann die Zeit des Streetstyleskatens, und die Longboardszene arbeitete emsig am großen Comeback der langen Bretter.

In den USA wie auch in vielen westeuropäischen Ländern laufen Patente nach 20 Jahren aus. Das geschah auch 1997 mit dem Patent von Randal Fuller, und folglich begannen, wie nicht anders zu erwarten, dutzende Firmen damit, den Aufbau der Randals zu übernehmen. Paris Trucks, Bear Trucks, Navigator oder auch Gullwing stellten mittlerweile Reverse-Kingpin-Achsen in vielen Größen und Farben her. Randal Trucks selbst gab sein Patent an einen Lizenznehmer ab, der jedoch wenig investierte und im Grunde wurde an der klassischen Randal Achse jahrzehntelang nichts verändert. Randal hat sich die Lizenzen aufgrund der Vorkommnisse zurückgeholt und dann einen weiteren Lizenznehmer eingebunden. Bald danach erschien die lang ersehnte Randal RIII. Die Fans hatten ein etwas modernes Design erwartet, wurden jedoch entäuscht.  Klar eine Menge Kleinigkeiten wurde verändert, im Grunde ist es aber Randal mit dem Neubau des Bestsellers nicht gelungen, den großen Befreiungsschlag zu landen.

Randal Trucks
Randal R3
Randal Trucks
Randal R2

 

Dies hing aber auch wohl damit zusammen, dass die großen Player wie Paris oder auch Caliber mittlerweile in ganz anderen Ligen spielen. Die großen OEM Produzenten und viele Markenhersteller greifen weniger auf Randal zurück. Und so wird Randal zwar immer als State of the Art gesehen werden, die großen Zeiten der Firma scheinen aber leider vorbei zu sein.

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