Lush Longboards Grifter 3D

England… schlechtes Wetter, schlechtes Essen, schlechtes Bier und schlechter Fußball. Nein, das ist gemein. Die Engländer sind uns nicht erst seit der ISPO in guter Erinnerung. Ein großartiges Volk mit einem genialen Sinn für Humor. Ich war leider nur einmal in England. Auf dem Weg nach Schottland haben wir in Newcastle mit der Fähre angelegt. Das war irgendwann um 2001, damals war Longboarden für mich noch weit weg. Newcastle ist mir aber als Stadt der T-Shirts in Erinnerung geblieben. Obwohl es schweinekalt war, rannten die Leute alle in T-Shirts durch die Gegend. So ein Inselvolk hat schon seine Besonderheiten.

Was den wenigsten bekannt ist, dass die Briten auch eine richtige Longboardkultur haben. Neben einem eigenen Magazin, dass in der Auflage die 40inch übertrifft, gibt es noch verschiedene Hersteller und eine rege Downhillszene. Die bekannteste Marke dürfte Cult Wheels sein. Sebastian Hertler fährt auf ihnen und auch Alex Dehmel und Dominik Kowalski haben die Urethanmonster unter dem Board.  Und das nicht gerade ohne Erfolg. Schaut man hinter die Kulissen, entdeckt man Sabre Trucks und Lush Longboards. Diese drei großen Markennamen haben eine Gemeinsamkeit. Sie alle werden von der VANDEM MFG betrieben. Nein, das Kürzel heißt nicht „Mit freundlichen Grüßen“, sondern Manufacturing.

Nimmt man nun Sabre Trucks und Cult Wheels als Meßlatte für Qualität, dann muß sich hinter Lush Longboards ein ebenso innovativer Qualitätsbrand verstecken. Verstecken ist das richtige Wort, denn so richtig aus den Startlöchern sind die Brettbauer in Deutschland noch nicht gekommen. Und das obwohl die Betreiberin der Womens Longboardcamps Fee Bücheler, das deutsche Gesicht von Lush Longboards ist. Höchste Zeit das ein oder andere Board vorzustellen.

Rich, einer der verantwortlichen bei VANDEM MFG hat mir für die Aprilausgabe ein wenig Footage für die Aprilausgabe angekündigt. Interessiert ihr euch für die britische Szene, dann wäre dies eine gute Gelegenheit zum Reinschnuppern (Hach was kann ich toll Schleichwerbung für unser Magazin machen)

Eines der Boards, was wir in den nächsten Wochen testen wollen, ist das GRIFTER 3D.

Das Grifter ist ein älterer, sehr gut verkaufter und dementsprechend populärer Shape, denn man ein wenig aufpoliert hat.

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Was auf den erstern Blick auffällt ist die variable Wheelbase, die von 59,6cm bis 68,45cm einen sehr weiten Spielraum aufweist.

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Was mir persönlich das Board sehr symphatisch macht, ist der ausgeprägte Rocker. Mit den großen Pockets an Nose und Tail ist man quasi einbetoniert und sicher aufgehoben. Mit einer Breite von 25,1cm haben auch die Leute, die auf großem Fuße leben reichlich Platz. Laut Lush hat das ganze Team an dem Board herumexperimentiert und wir finden, das ist verdammt nochmal gut geworden. Durch den 3D Rocker konnte man auf gefräste Wheel Wells verzichten, was wiederum die Belastbarkeit des Decks erhöht. Stattdessen wird auf Wheelflares gesetzt, wobei mit seinen 9 Lagen Ahorn dürfte auch so nichts anbrennen.

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Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 119,90 Euro, hinterlässt das Grifter 3D einen guten Eindruck in der Budgetplanung. Ob es auch am Hügel taug hat, werden wir in den nächsten Wochen herausfinden.
Aber
Länge 90.2cm

Breite 25.1cm

Wheelbaseoptionen 59.6cm  bis 68.45cm

Fertigung Kaltgepresste 9 Lagen kanadisches Ahorn

Profil 0.7″ Symmetrical Rocker mit Weelflares

Flex Stiff

VERKAUFSPREIS 119,00 Euro

 

In den 119 Euro ist übrigens eine Rundreise durch Barcelona enthalten. Nicht wirklich, aber hier ein cooles Video; mit dem Grifter 3D quer durch die katalanische Hauptstadt.