Longboard Straßenverkehrsordnung Petition

Longboard Straßenverkehrsordnung Petition

Bei den Recherchen zur Aprilausgabe der 40inch, kam auch wieder das leidige Thema Straßenverkehrsordnung auf den Tisch.

De facto möchten wir nicht, dass Longboards in den Straßenverkehr eingreifen. Damit meinen wir den Bereich, in dem auch motoriserte Vehikel unterwegs sind. Mit dieser Meinung stehen wir nicht alleine da. Das Gefährdungspotenial ist einfach zu groß.

Laut StVO gilt folgendes:

(Quelle Wikipedia)

„Gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO) §24 Abs. 1 gilt das Skateboard nicht als Fahrzeug, sondern als ein Fortbewegungsmittel auf derselben rechtlichen Grundlage wie ein Rollstuhl und ein Rodelschlitten. Für solche Fortbewegungsmittel gelten in Deutschland die straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften für Fußgänger. Daraus folgt, dass Skateboards auf Fahrbahnen nicht benutzt werden dürfen, da diese laut StVO § 2 Abs. 1 den Fahrzeugen vorbehalten sind. Des Weiteren ist die Benutzung von Skateboards auf Radwegen untersagt, da für Skateboardfahrer die gleichen Vorschriften gelten wie für Fußgänger im Verkehrsraum. Beim Skateboardfahren ist man also verpflichtet, den Gehweg zu benutzen.“

Dies bedeutet, strafbar macht sich derjenige, der sich außerhalb des Gehwegs befindet –  oder die Geschwindigkeit von 6 Stundenkilometer überschreitet. Und dies ist in fast allen Fahrsituationen der Fall. Im Laufe des letzten Jahres wurden weit über 100.000 Longboards verkauft. Mit den schon im Vorjahr verkauften, den Skateboards und der Masse an Brettern, die in diesem Jahr einen neuen Besitzer finden werden, rechnen wir mit weit mehr als 500.000 Rollbrettfreunden. Und die Nutzung ist illegal…

Den Bußgeldkatalog richtig einzuordnen fällt schwer. Die Strafe für das Benutzen von Radwegen ist nicht ganz klar ausgewiesen – aber dennoch ein IST Zustand. Dies gilt auch für viele andere Sport- und Fortbewegungsmitte wie Rollerblades. Aber wir wollen uns nun auf das Longboard- bzw. Skateboard fokussieren. Sollte es also zum Supergau kommen  und die Polizei sich entscheiden Ordnungsgelder durchzusetzen, so kann dies unter Umständen sehr teuer werden. Noch schlimmer sieht es beim versicherungstechnischen Aspekt aus, denn im Falle eines Unfalls greift keine Versicherung.

Einige Benutzergruppen werden nun das übliche „we-are-punk-rock“ von sich geben. Dies ist für den Tatbestand der Ordnungswidrigkeit aber nicht relevant und recht egoistisch. Auf der einen Seite haben wir einen Kern von vielleicht 1000 (genaue Zahlen liegen nicht vor) Longboardern, die das Longboarden als Sport ausübt und auf hohem Niveau fährt. Auf der anderen Seite eine gigantische Masse an Hobbyfahrern oder Commutern, die tagtäglich über Deutschlands Radwege rollern.

„Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ 

Seitens der Verbände die in Deutschland wohl existent sind – jedoch keine offensichtliche Arbeit leisten – kommt hier kein Vorstoß. Deshalb nun unsere Petition:

Wir bitten um die Erlaubnis Longboards/Skateboards auf öffentlichen Radwegen zu nutzen.

 

Hier gehts zur Petition

 

https://www.openpetition.de/petition/online/zulassung-fur-longboards-auf-radwegen

 

 

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