Longboard News – News?

Sector9 Hossegor
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Longboard News – News?

Informationen über neue Trends wie das Longboarden, holt man sich heute aus dem Internet. Vor 20 oder 30 Jahren hat es lange Zeit gedauert, bis ein Trend zur voller Blüte erwacht ist. Das Teilen neuester Errungenschaften ging nicht per Handy oder im Internet. Informationen wurden aus erster Hand an den nächsten weitergegeben oder selbst erarbeitet. Gerüchte gab es auch – keine Frage aber Trends wurden nicht wie ein Strohfeuer abgefackelt, zerkaut und wieder ausgespuckt. Die Trends werden immer kurzlebiger – denn das Erleben wird millionenfach geteilt und verbreitet. Kaum noch Zeit, selbst Dinge „für sich“ zu erleben, ohne das gleiches schon vorher unzählige Male im Internet auftaucht.  Wir müssen zugeben: Auch wir setzen auf Analysetools und Auswertungssysteme, um diesen Strömungen nachzugehen. Es bleibt natürlich nicht aus, dass von uns lancierte Nachrichten wiederum von allen möglichen Kanälen geteilt werden.

So hat unser Dauerfeuer darüber, dass erst die Longboards und dann die Skateboards erfunden wurden, allmählich die breite Masse an Blogs und  Leuten erreicht. Das mag vermessen klingen oder auch unwichtig – aber für uns ist es eben nicht unwichtig, wo die Wurzeln des Sports liegen. Vor drei Jahren wurde die Historie wenig differenziert betrachtet. Da hieß es in fast jedem Blog, der über Longboards schrieb: „Das Longboarden ist der kleine Bruder des Skateboardens“

Am Anfang des Magazins, Ende 2011, tröpfelten News nur langsam herein. Die Tools meldeten alle zwei Tage mal eine Neuigkeit zum Thema Longboard. Mittlerweile stehen wir im wolkenbruchartigen digitalen Beschuß, lesen aber trotzdem fleissig alles, was rund um den Sport berichtet wird.

Und einige Dinge kotzen uns regelrecht an. Nicht weil wir anderen nicht die hohe Leserschaft gönnen oder aber unsere Artikel verwurstelt werden… Nein, es geht darum dass mit der steigenden Menge an Longboardinteressierten auch die Zahl der Leute steigt, die sich als „Fachmann/frau“ bezeichnen. Schaut man genauer hin, erkennt man, dass eigentlich der schnöde Mammon der Antrieb ist, weniger die Liebe zum Longboardsport.

Und uns bleibt dann die Frage im Kopf: Machen wir es öffentlich – oder lassen die Strategen mal einfach schreiben, in der Hoffnung, dass der gesunde Menschenverstand der jeweiligen Leser den geistigen Dünnpfiff filtert? Ist es schlechter Stil, wenn wir andere offen kritisieren? Aber hey, wir sind eine Zeitung und wir lieben unseren Sport und werden nun Woche für Woche die Higlights rauspicken. Und das schöne am Journalismus ist: Wir könnnen und dürfen fast alles 🙂

Also #newstool# angeworfen #klugscheissmodusaktiviert# und zusätzlich noch Google gefragt. Los gehts…

Wenn Eltern für ihre Kinder das passende Brett suchen, dann geben sie eben ein: „Longboard Anfänger“

1. www.paradisi.de

Trendsport Longboarden: Skateboards für Anfänger

Da werden wir immer ein wenig nervös und speziell der Downhillfraktion schwillt der Kamm. Diese Art Überschriften machen sich super in der Googlesuche und sind SEO optimiert. Aber was will uns der Autor damit sagen? Wenn Patrick Switzer mit 120 kmh den Berg runterballert, dann tut er dies nur weil er nicht Skateboarden kann? Im weiteren Artikel steht, dass die Longboards teilweise auch mehr als 210 cm Länge haben.  Und gekrönt wird dies von der Aussage, dass Anfänger nicht mehr wie 150 Euro ausgeben und sie sich mit ihrem Board ein schönes Gebirge aussuchen sollen. Den Werbekunden freuts, denn Artikel über Longboards bringen viele Leser auf die Seite. Wir vergeben keinen von 10 möglichen Sternen….

2. www._longboard-einsteiger . de

Es freut uns, dass sich jemand die Mühe gemacht und die über 300 Hertsteller, die es mittlerweile auf der Welt gibt miteinander zu vergleichen. Wir als Fachmagazin haben leider nicht die Kapazitäten um alle Bretter, die es so gibt zu testen und ziehen uns immer nur einige wenige aus dem gigantischen Wust an Neuerscheinungen. Aber obige Seite erledigt die große Masse an Boards mit erstaunlichen Ergebnissen. Sind diese Ergebnisse so innovativ, dass die Googlesuchen nach den besten Brett die ersten fünf Plätze für diese Seite auf Google einbringt? Selbstredend sind die ersten drei bezahlten Plätze ebenfalls von diese Seite belegt. Was erwartet uns auf dieser Seite? Nun, wir lesen dass ein Pintail namens „My Area“ den ersten Platz im Bereich Downhillboards erreicht hat. Gleich dahinter die Aussage

Typisch für Downhill

  • Schmal gehaltene Boards mit tiefem Druckpunkt
  • Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h möglich
  • Auch in Kurven einsetzbar
von der seite longboard-einsteiger . de

Da kommt doch Freude auf und die stolzen Großeltern sehe ich jetzt schon, wenn der Junior mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern an Alexl Dehmel vorbeizieht, der gegen diesen Rennboliden mit seinem Customboard von Olson & Hekmati keine Chance hat. Und obwohl auf dieser Internetseite auch Boards von Airflow besprochen werden, so tauchen diese international rennomierten Bretter nicht in den Top 10 auf. Gegen anerkannte Shaper von Downhillboards wie Atom, My Area oder auch Globe hat man eben keine Chance.

Longboard Einsteiger (du kriegst heute leider kein photo – und sternchen …? Nein auch das nicht)

3. www._longboard-vergleich.de oder

Hier sind wir immer noch geflasht von der Tabelle http://www.longboard-vergleich.de/longboard-vergleich/

Ein Traum – der Testsieger Globe Prowler schlägt das Loaed Tan Tien um Längen. Dies wäre so als wenn wir ein Fahrrad mit einer Kawasaki 1000 vergleichen. Aber es geht ja nicht um die Boardmarken. Globe, wie auch Loaded sind beide sehr erfolgreich in dem was sie tun. Es geht um die Meinungsmache und der Intention dahinter. Auch die Seite Longboard-Vergleich hat zufälligerweise Direktlinks zu Amazon. Und da auf Amazon Boards wie Bastl oder Root kaum zu finden sein dürften, taugen die ja auch wohl nichts. Ist doch klar.

Longboard-Vergleich — glatte – 6 – Setzen!

4. http://www.funsporting.de/

Es geht auch anders. Alleine diese Aussage: „Ein Downhill Longboard ist wie das Downhill-Fahren selbst für Einsteiger kaum geeignet. Denk daran, dass mit dieser Form des Sports auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko verbunden ist. Nur wer schon genug Erfahrung besitzt, sollte sich an schnelle Abfahrten heranwagen. “ unterscheidet das lieblos Abgetippte vom recherchierten und fundierten Bericht.

Funsporting.de SEHR GUT

5. http://magazin.erlebnisgeschenke.de/longboard-fahren

im krassen Gegensatz haut Aaron von http://magazin.erlebnisgeschenke.de/longboard-fahren/ nochmal ein Highlight heraus…

Die Bretter werden aus Mahagoni gefertigt… so so… ansonsten ist der Blog eher unauffällig bis auf den genannten Hinweis über Edelhölzer und auch hier wieder den Preistip von 140 Euro.

Dies sind nur fünf Beispiele dafür, welche Blüten die „Berichterstattung“ im Frühjahr 2015 austreiben. Das Longboarden befindet sich in einer ganz sensiblen Phase.

Hier eine Liste der Magazine von denen ihr tatsächliche unabhängige Meinungen und fachliche fundierte Artikel erwarten dürft. Ich bin mir sicher, wenn ihr die Redaktionen anschreibt, erhaltet ihr auch ein unabhängiges Feedback zu Brettern.

www.longboardmagazin.de (issklarne?)

www.rolligebrettl.de

www.langbrettmagazin.de

Hier noch einmal und groß geschrieben:

UNTERSTÜTZT DIE SHOPS VOR ORT UND KAUFT BEI DENEN – TESTET DIE BOARDS UND HÖRT AUF LEUTE DIE ERFAHRUNG HABEN!!!!

Und falls ihr ein Longboard kaufen möchtet und nicht sicher seid:

Wir haben einen Ratgeber zu dem Thema geschrieben ohne das wir uns Allwissenheit auf die Fahne schreiben.

http://longboardmagazin.de/longboardeinsteiger-kaufberatung-longboard-testsieger/

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