Longboard fahren bei Regen

Greenskate im Regen
Greenskate im Regen

Longboard fahren bei Regen?

Diese Frage ist wohl die meistgestellte bei dieser nebligen und nassen Jahreszeit.

Aber die Gefahr lauert nicht nur in der Feuchtigkeit…

Hitze und Kälte greifen euer Brett ebenfalls an. Sobald sich die Luftfeuchtigkeit und die Temperaturen ändern, beinträchtigt das euer Lieblingsspielzeug. Was geschieht genau? Die Feuchtigkeit zieht in das Deck ein und lässt es „aufschwemmen“. Das muss nicht immer so extrem sein, wie es klingt, und oft ist es gar nicht oder kaum sichtbar. Trockene Luft  hat die gleiche Wirkung wie Hitze: Das Brett schrumpft. Auch in diesem Fall sind die Auswirkungen mitunter nur gering, aber es kann immerhin dazu führen, dass die Trucks sich lockern. Die Laminierung leidet jedoch am meisten unter den Witterungsbedingungen. Speziell Boards, die schon leichte Schäden haben (nach Kontakt mit Bordsteinkanten oder nach misslungenen Freestyletricks), sind gefährdet. Das Wasser dringt in das Board ein, und wenn dann Temperaturwechsel oder extrem trockene Luft hinzukommen… PÄNG… lösen sich die Schichten. Feuchtigkeit dringt in die beschädigen Außenbereiche ein und in die Bohrlöcher der Achsaufhängung.

In der Regel hat dies zunächst noch keine Auswirkungen, aber irgendwann nimmt das Deck schweren Schaden.

Was also tun? Zunächst einmal sollte das Brett an einem trockenen Ort gelagert werden, jedoch mit einiger Distanz zur Heizung oder ähnlichen Wärmequellen. Wer ein nasses Board auf die Heizung legt, der verschafft diesem ungewollt eine neue und ungewünschte Konkave 🙂

Schäden am Brett können mit mit Epoxid versiegelt werden. Falls ihr euch damit nicht auskennt, geht in den Shop eures Vertrauens. Epoxidharz ist KEIN Spielzeug. Oh, ihr habt online gekauft… Tja, dann viel Spaß beim Flicken nach Gebrauchsanweisung. Ein Onlineanbieter wird wohl kaum eine solche Reparatur durchführen. Wir werden diesbezüglich in den nächsten Tagen eine Anleitung schreiben, mit der ihr euer Board einfach reparieren könnt.

Ebenfalls keine gute Idee ist es, das Board im Winter im Auto zu lassen. Erst wird es nämlich während der Fahrt im beheizten Wagen auf Raumtemperatur gebracht und später dann, wenn das Auto abgestellt wird, ist das Brett im Extremfall Minusgraden ausgesetzt.

Entsprechend einleuchtend ist somit auch die Warnung für den Sommer: Temperaturen um die 50 Grad, die entstehen, wenn ein Auto in der Sonne steht, sind ebenso schädlich wie die eisigen Finger von Väterchen Frost.

Für die Säuberung des Boards empfehlen wir warmes Wasser und eine milde Seife sowie ein weiches Handtuch. Groben Dreck auf dem Griptape mit einer ebenso groben Bürste entfernen. Auf keinen Fall Papiertücher nutzen.

Wir machen in unseren Artikeln so wenig Werbung wie möglich, jedoch möchten wir an dieser Stelle Bastl Boards erwähnen. Seine Decks sind neuerdings fast alle wasserfest gebaut. Weder Bohrlöcher noch Rails lassen einen Wassereinbruch zu. Wir haben in der Redaktion eines, das ihr befingern könnt, falls ihr interessiert und mal in der Gegend seid.

Noch etwas zum Thema Trucks

Überprüft die Bushings auf Risse und ob diese fest in den Bushingseats sitzen. Sollte die Achse knarzen (es klingt so ähnlich, als würdet ihr mit den Zähnen knirschen), ist euer bester Freund ein wenig Seifenpulver. Ein klackendes Geräusch ist meist schlecht. Dann hat irgendjemand eure Bushings geölt oder gefettet. Keine gute Idee, denn dieses Geräusch tritt bei Druck auf und bedeutet, dass der Bushing aus dem Bushingseat springt und anschließend gleich wieder einrastet. NIEMALS Bushings ölen! Vermeidet es auch, den Kingpin übertrieben festzuziehen. Dies zerstört den Bushing mittelfristig. Das Lösen des Kingpins kann wiederum euch zerstören, wenn die Mutter nicht richtig festgeschraubt ist. Alles schon gesehen. Speziell bei leichteren Fahrern, die es vorzogen, mit möglichst lockerer Mutter zu fahren, anstatt sich neue Bushings zu kaufen, und deren Schutzengel ganze Arbeit leisteten, damit sie unverletzt blieben…

 

 

 

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