Hasta los Cojones – HLC Irun

Das geht mir so auf den Sack – Hasta los Cojones

HLC aus Irun wird den meisten nichts sagen. Dahinter verbirgt sich eine recht große, wenn nicht die größte Skatboardfabrik in Europa.

Die Namensfindung hat eine sehr interessante Geschichte und dieser findet sich in der Headline. Geführt von den drei Brüdern Iban, Igor und Ander, zählt HLC nicht nur wegen der Größe zu den eindrucksvollsten Firmen im Business.  Long Island, Elixir, Jart und viele andere Label gehören zu dieser Fabrik. Ich hatte in der letzten Woche die Gelegenheit zu einem Interview vor Ort. Wir kamen auch schnell auf den rapide wachsenden Markt der Surfskateboards zu sprechen. Mit YOW hat HLC ein Premiumprodukt im Surfskatebereich am Start.

Was uns aber den größten Respekt abverlangt, ist das diese Jungs aus dem Baskenland Stolz haben und Cojones, groß wie Wassermelonen. Statt wie viele andere derzeit auf die Umlauf befindlichen CX Klons von Carver zurück zu greifen, wie es einige Firmen derzeit tun, um ihren Profit zu maximieren
und ihre fehlerhaften Entscheidungen im Longboardmarkt zu korrigieren, stampfen sie eine komplette Produktion ein und haben ihre YOW Achsen verbessert.

Die Begründung:

„Wir sind der Meinung, dass Carver Respekt verdient. Sie sind die Nummer eins und haben sich einen
wohl einmaligen Markt geschaffen. In diesem dürfen wir mit unserer YOW Achse auch teilhaben, denn
diese Achse ist eine Eigenentwicklung. Alle anderen Achsen, die derzeit im Umlauf sind, sind Kopien
der Carver-Achse. Wir möchten auf keinen Fall in die gleiche Schublade gesteckt werden.
Und wir wollen natürlich auch eventuellen Patentstreitigkeiten, die mit Carver vorhersehbar sind,
in jedem Fall aus dem Weg gehen.“

Eine klare Ansage aus Spanien also. Mitbewerber sollten hier genau zwischen den Zeilen lesen. Verstöße gegen Patente, sind auch Verstöße gegen geltendes Recht und werden teuer. Dies betrifft so gut wie alle Achsen die dem CX System wie aus dem Ei gepellt ähneln. Unseren Recherchen nach hat Carver erst vor kurzem, die Patente für Europa erworben bzw. erneuert. Das gewinnt speziell in Bezug auf die erstmals stattfindende Surfskate-Embassy nochmals an Brisant. Klugerweise haben sich dort aber keine der Firmen angemeldet die, die Achsen gefälscht haben.

Und was den Namen von HLC betrifft: Wer uns sagen kann was dieser bedeutet kommt in den Lostopf und erhält mit ein wenig Glück eines der „Hasta los Cojones“ T-Shirts.

Die Geschichte hierzu kommt in der Frühjahrsausgabe.

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