Goat Longboards aus dem Baskenland

GOAT LONGBOARDS AUS DEM BASKENLAND

Und der Name Goat Longboards? Etwas eigentümlich für eine Longboardmarke? Im Spanischen gibt es den Ausdruck „marca la cabra“. Das bedeutet, dein Ziel ist etwas, dessen Sinn sich dir noch gar nicht erschlossen hat. Und Cabra wiederum bedeutet Ziege. Goat…so einfach ist das. Kurz, knapp, witzig…

 

Auf unserer Europatour sind wir auch durch das Baskenland gefahren. San Sebastián und Zarautz waren beispielhaft für die wunderschöne Landschaft und die großartigen Wellen.

In Irun hat die erste Skateboard-Marke Europas, Sancheski, ihren Sitz, die bereits 1975 erste Cruiser baute. Knapp 20 Kilometer von Sancheski entfernt, in Lesaka, befindet sich die Werkstatt von Goat Longboards. 2011 taten sich Mikel Irazoki und drei seiner Freunde zusammen, um eine Longboardachse zu entwickeln. Sie orientierten sich an dem System, das Original und Seismic entwickelt hatten, mit dem Ziel, beim Skaten ein Surf-Gefühl zu simulieren, wie es auch die Carver Trucks propagieren. Nach einigen Monaten war die Achse fertig. Glaubt man  den Freunden, dann gab es kurz darauf folgendes Gespräch:

„Ok, wir haben es geschafft.“ 

„Nein, jetzt bauen wir Longboards aus Bambus.“ 

„Ok, lass uns anfangen.“

Vorausschicken muss man, dass die vier beispielsweise keine Ahnung von Fiber, Bambus oder Epoxy hatten. Alles Dinge, die eigentlich essentiell sind, um Longboards zu bauen. So war der Anfang entsprechend durchwachsen, und erst eineinhalb Jahre und kiloweise Bambus später waren die ersten funktionierenden Prototypen produziert. Das erste Modell, das Serienreife erlangte, war das mit einem einfachen Konkave und Cam-ber ausgestatte Cruisermodell Zero 1. Crazy Ivan und Thor – so die beeindruckenden Nicknames zweier Downhillgrößen in Spanien – sorgten dann mit ihrem Input an Knowhow für zwei weitere Downhillboards, da die Beiden genau wussten, wie ein Brett beschaffen sein musste, um im Downhillbereich erfolgreich zu sein. Nachdem alle Maße genommen und die Ideen in ein 3D-Programm umgesetzt wurden, konnten die ersten Formen gebaut und Prototypen gepresst werden. Prototypen sind ein zentraler Bestandteil bei der Entwicklung der Goat Longboards. In einigen Fällen wurden mehr als 15 Protos gebaut, bis sie schließlich den Ansprüchen entsprachen und die Boards in Serie gepresst wurden. Im Augenblick gibt es neun verschiedene Dropthrough-und Topmount-Modelle, einige von ihnen in verschie-denen Flexstufen. Neue Modelle werden im Januar auf der Longboard-Embassy in München vorgestellt werden. Ihre Vision haben die vier Freunde von Goat Longboards in die Tat umgesetzt, und nun verdienen sie mit dem Boardbau ihren Lebensunterhalt. Dabei ist ihnen – neben der gewissenhaften Entwicklung und Produktion – besonders daran gelegen, ihren Teil zum Erhalt der Longboardkultur beizutragen, indem sie Events, Rennen und Fahrer unterstützen. Sollte es euch also einmal ins schöne Baskenland verschlagen, fahrt nach Lesaka und besucht die Ziegen. Und vielleicht kehrt ihr als Teil der Herde zurück.

 

 

Mehr Infos auf www.goatlongboards.com

 

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