globe pinner
globe pinner

Jedesmal wenn wir  Bretter zum Testen erhalten, freuen wir uns wie Bolle. Für uns sind diese Bretter immer ein Ergebnis harter Arbeit und ausgefeilter Handwerkskunst, bei der sich die Erschaffer etwas gedacht haben. Und dann kam das Globe Pinner. Unvoreingenommen und ohne Vorurteile haben wir uns an die Arbeit gemacht. In Anbetracht der heftigen Kritik, die Boards von Globe bei Erscheinen nach sich ziehen, nicht gerade einfach. Wird doch in vielen Foren und Social Media Seiten, wie z.b. Facebook, die Firma Globe als Synonym für schlechte Bretter genannt. Wir erinnern uns: In 2012 waren es Boards von Jucker Hawaii die jedesmal beim Posten auf diesen Seiten, einen Shitstorm nach sich zogen. Aber diese Zeiten sind zumindestens für Jucker vorbei, nachdem das Sortiment komplett überarbeitet worden ist. Nimmt man die Käuferbewertungen des Pinners bei den einschlägigen Onlineshops als Basis, ist es das perfekte Einsteigerbrett. Aber wie schlägt es sich, wenn Leute damit fahren, die einen anderen Anspruch als den Einstieg haben?

Zum Brett:
Die Optik und Verarbeitung ist sehr ordentlich. Cleargrip und dezente Streifen auf der Oberseite machen den Pinner zu einem Hingucker – eine der großen Stärken der Globeboards. Das Design überzeugt.  7 Lagen Ahornholz sind nicht zu massiv, was sich positiv im Gewicht bemerkbar macht. Das Pinner ist sehr stabil gebaut. Selbst einen Crash mit einem Bordstein bei hoher Geschwindigkeit übersteht das Pinner, fast ohne einen großen Schaden davonzutragen, mit dem Ergebnis dass das Deck sofort aufplatzt. Das waren die positiven Punkte.

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Der Kick funktioniert, macht aber bei einem Brett dieser Kategorie nicht viel Sinn. Das Brett ist hart und gibt etwas nach, wirkt aber trotzdem wie ein toter Fisch. Es fehlt dieses Gefühl, welches wir beim Longboarden lieben. Jedes gute Brett, auf das man sich stellt, „spricht“ mit einem. Beim Pinner vermissen wir dieses Feeling. Aber vielleicht ist die Sprache ja auch eine andere? Trotz der Wheelbase von 72,6cm ist das Brett generell sehr träge. Ob dies an den verbauten Achsen (wir tippen auf Slant) liegt, die ihren Dienst nach Vorschrift leisten, ohne zu überzeugen? Die Wheels sind Globeeigen und funktionieren, wenn auch 83a Durometer ein wenig hart erscheinen.

Dem Aufkleber auf der Deckunterseite nach zu urteilen, wird das Brett in Südostasien hergestellt, was kein Qualitätsmanko sein muß, wie wir wissen.

Als Fazit können wir zusammenfassen: es taugt für den Einstieg – ohne wirklich zu überzeugen. Unser Tester, Jimmy, kommentierte das Brett mit den Worten: Kein Fehlkauf – kein Glücksgriff.  Es gibt bestimmt bessere Boards von Globe. Den Bestseller Prowler werden wir in der nächsten Printausgabe vorstellen.

Für den Einstieg taugt es und der Preis von 129 – 149,00 Euro ist auch nicht „allzu“ hoch.

 

TECHNISCHE DATEN

Länge:             104.78cm / 41.25inch
Breite:                    25.08cm / 9.88inch
Wheelbase:       72.6cm / 28.58inch

Preis:         129 -149,- Euro / Complete

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