DNER, Unge und Co. planen Longboardtour 2

DNER, Unge und Co. planen Longboardtour 2 oder mein Leben ist Schmerz. Klar – wir sind ein Fachmagazin für den Longboardsport. Wir befassen uns mit Innovationen, der Historie und dem allgemeinen Geschehen in Longboarddeutschland. Und manchmal auch mit den Dingen die Schmerzen verursachen. Und damit meine ich nicht einen Bail auf einem Schotterweg ohne Knieschützer, sondern die Berichterstattung im journalistischen Sinne. Dies bedeutet nämlich, sich bis zur bitteren Neige mit allem zu beschäftigen, was rund um den Sport passiert. In diesem Fall war es ein zufälliger Link dem ich gefolgt bin. Ich landete auf der Youtube Seite von Simon Unge. Ihr könnt sagen was ihr wollt, ich finde ihn nett. Wir hatten ja in 2014 die Chance die Jungs auf der Longboardtour, die sie gemacht hatten, zu interviewen. Starallüren gab es nicht. Ganz normale Leute eigentlich, umringt von dutzenden Kids, die Autorgramme haben wollten.

Hierbei bin ich auch DNER mit dem Auto über das Bein… aber das erzählte ich ja schon diverse Mal. Da kam ich dann auch zu zweifelhaften Ruhm.

Und nun scheint es sich zu bewahrheiten. Einige haben es geahnt und andere gefürchtet. Das Quartett ist zurück und sie haben sich noch einen fünften Mann ins Boot geholt. Im Mai gehen Unge und Co. wieder auf die Reise. Auf dem Longboard – wohin wird morgen verkündet. Wir sehen das dieses mal mit weniger kritisch als beim ersten Mal. Denn mit der ersten Tour sorgten die Jungs im Spätsommer 2014 für einen Run auf die Longboards, den es bisdato noch nicht gegeben hat. Fast jeder Shop war in bestimmten Bereichen ausverkauft. Es gibt Bilder aus dieser Zeit, da standen bei Heiko in Köln Schlangen vor dem Laden, dass man dachte die Beatles geben eine Autogrammstunde.

Und dann im August letzten Jahres war es vorbei mit der Longboardherrlichkeit. Kaum ein Board geht über die Ladentheke der Skateshops dieser Republik und auch das Weihnachtsgeschäft war durchwachsen.

Sicher hat dies mit der Übersättigung des Marktes zu tun, in dem sich plötzlich Leute tummelten, denen es sch…egal war ob sie nun Hula-Hoop Reifen, Pommes oder Longboards verkaufen. Ihre Trumpfkarte war Geld und damit die Möglichkeit sich zu bevorraten und falls der Markt befriedigt ist, einfach alles zum EK rauszukloppen. Wie sonst ist es zu erklären, dass es plötzlich Cult Wheels für 20 euro in Amazonien gab. Und Versandhändler wie Longboard-Einsteiger räumten richtig ab, nicht ohne alles auf die Karte Beratung zu setzen und irgendwelche Boards auf irgendwelchen Hitlisten zu feiern. Ranglisten die ja eigentlich sinnfrei sind, denn es gibt nunmal nicht DAS Board. Zumindestens nicht im 100 Euro Bereich.

Wenn jetzt also diese Longboardtour 2 ins Laufen kommt, so verbinden wir das mit der Hoffnung, dass der angeschlagene Longboardmarkt sich erholt. Dabei ist es natürlich wichtig, dass auch um diesen Hype herum professionell gearbeitet wird und alles in die richtige Richtung geschoben wird. Eines ist sicher. Egal was die Jungs für Boards fahren – diese Boards werden in kürzester Zeit ausverkauft sein.

Dazu fällt mir eine Anekdote ein. Als wir hörten dass DNER zu einem Interview in einem süddeutschen Vertrieb erscheinen würde, wollten wir natürlich ein Interview. Folglich sendeten wir unsere Fragen an den Vertrieb, der das Interview führen wollte. Und mit viel Glück auch ein Bild davon für uns herausschlägt. Die Antwort kam recht schnell und desillusoniert. Ohne Geld – kein Bild. Und Interviewanfragen die nicht mit dem Mangement abgesprochen werden, werden ohnehin nicht bearbeitet. Ihr seht wo das hinführt. Das war vor zwei Jahren schon schwer. Jetzt mit etwa 2.5 Millionen Abonnenten (!), was der gemeinsamen Einwohnerzahl von Slowenien und Luxemburg  entspricht, ist ein Durchkommen zu Felix von der Laden unmöglich.

 

Bei dem Video das er am Mittwoch auf Youtube hochgeladen hatte, war es wirklich hart zuzuhören. Während auf dem Youtube Channel von Simon, alle gemütlich auf dem Sofa saßen, mußte Felix leider dabei Minecraft (?) spielen und mehr oder weniger aus dem Off seine Kommentare ablassen. Auf einem kleinen Screen im Bildschirm verlaß er die Messe und die war schon heftig. Nur am Rande Felix, es heisst AUF Sylt… nicht IN sylt
Schaut man sich dann das Video komplett an, neigt man dazu den Kaffeebecher in den Monitor zu schleudern.
Die Bilder von pixeligen Vierecken die es scheinbar zu überspringen gilt, in Verbindung mit dem aufgeregten Jungen der zum einen seine verrückten Abenteuer in der digitalen Welt kommentiert und parallel ein Statement zur Longboardtour 2 zumachen – das was ich mir rein mental antun kann wurde schlichtweg überfordert.  Da war mein Multitasking völlig überfordert. Aber ich bin ja aus dem Minecraftalter raus. Genaugenommen war ich nie in dem Alter glaube ich.

https://www.youtube.com/watch?v=S4pZuwtMeKg&feature=youtu.be

DNER, Unge und Co. planen Longboardtour 2

Und für alle die einsteigen wollen, empfehlen wir Ausgabe 15 mit unserem Einsteigerguide

 

Longbord Einsteigerguide
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