Design und Ideen-Klau bei Longboards

Euer Leben ist das Longboard,

euer Lifestyle oder euer Artwork sollte sich in der Regel auf den Brettern, die ihr geschaffen habt, wiederspiegeln und eure Brand’s einzigartig machen. Dies gilt auch für Shapes und die Techniken, die ihr über Jahre hinweg entwickelt & erfunden habt. Doch wie steht es um den Schutz des geistigen Eigentums? Besser mal zum Patentamt rennen, um das Ganze Wasserdicht zu machen. Dabei schützt ein Patent vor Piraten wie eine Versicherung vor Unfällen. Bereits in den vorherigen Ausgaben haben wir über die platte Kopie von Revenge Trucks durch eine französische Firma berichtet. Doch der wilde chinesische Piratengeist weht auch noch in ganz anderen Gewässern.

 

Original Revenge Achse - Patentiert
Original Revenge Achse – Patentiert

Dieser plumpe Ideendiebstahl hat dafür gesorgt, dass eine solch innovative Schmiede wie Koastal (Revenge) einfach die Lust verloren hat. Alleine die Unternehmensgröße und damit die Anwälte entscheiden, was später mal rechtens wird. Kleine Innovatoren haben da leider häufig das Nachsehen.

Aber das ist nun sprichwörtlich Geschichte, denn Brad von Koastal hat uns mitgeteilt, dass er weder das Geld, noch die Lust auf einen jahrelangen Rechtsstreit hat. Er hat die Achse bereits vor 10 Jahren patentieren lassen und die Achsen von Flying Wheels sind zwei Jahre alt. Die Offensichtlichkeit und auch die Rechtslage sorgt trotzdem nicht für Gerechtigkeit.

Flying Wheels Montery Boards mit fast echter Revenge Achse
Flying Wheels Montery Boards mit fast echter Revenge Achse

Seit geraumer Zeit beobachten wir, dass immer mehr Trittbrettfahrer auf den Markt kommen. Diese Leute können üblicherweise weder Longboard fahren, noch haben sie etwas von dem Lifestyle verstanden. Sie haben sicherlich ihre Skills in Mandarin und das dazugehörige Bankkonto – doch es fehlt ihnen an Stil & Talent. Und so befragen sie offensichtlich die Google Bildersuche, welche auch gleich die bekanntesten Designs und Muster auspuckt. Und dann werden die einfach mal kopiert.

Für die Deck-Designer stellt das im allgemeinen einen herben finanziellen Verlusst dar, denn ihr Design geht über die Theke und das ohne jede Beteiligung.  Für uns als Redaktion stellt sich die Frage, ob wir das öffentlich machen sollen? Es wäre nicht der erste Anzeigenkunde den wir verlieren, weil er sich verunglimpft fühlt. In anderen Magazinen ist investigativer Journalismus nahezu ausgestorben, doch wir fühlen uns einer bestimmten Ethik verpflichtet. Und diese verlangt zum einen natürlich nach Artikeln wie diesem, auf der anderen Seite aber auch nichts hinzudichten.

Wir schreiben hier übrigens nicht von kleinen Schmieden, die mal versehentlich etwas kopiert haben. Das hat System und wird sogar bei Plus verkauft. Wie auch immer…. schaut selbst und urteilt.

 

Die knallharte Gegenüberstellung


Zufall?

 


 

Aus Versehen?

mindless-confronting

 


 

 Jetzt wird es doch komisch oder?

madrid-confronting

 


 

Schuldig im Sinne der Anklage…

loaded-confronting


 

Erdrückende Beweislast?

 

naughty-confronting

 


 

 

 

Und ihr liebe Kopierer.

Ihr nennt euch selbst Designer. Schämt euch! Ihr und die Attitude die ihr vertretet, eure Geldgier trägt die Schuld am Niedergang so mancher geilen Sportarten. Ob nun Snowboard, Skateboard, Windsurfen oder aber auch vielleicht Longboard. Euer Vergehen ist nicht nur die blanke Kopie. Euer Vergehen ist Verrat an dem Geist, den die ganzen innovativen Tüftler und Designer in die Szene tragen. Yuck Fou!

 

Teilt und sorgt bitte dafür, dass die Longboardszene sauber bleibt. Kauft nicht online und kauft vor allen Dingen keine Kopien bekannter Shapes und Designs. Copy kills our own favorite Producers.

 

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