Freestyle- und Tanzakrobaten aufgepasst, wir stellen heute das Bastl Discofox auf den Prüfstand. Auch wenn ich weder Fan von Disco oder Foxtrott bin, ist die Kombination – in Skateboardform – ein Knaller. Auf 108 cm bekommt man so viel geboten wie wohl bei keinem anderen Brett weltweit. Selbst der Silver Surfer würde sein Brett gegen das Bastl austauschen, wenn Bastl es in silber produziert hätte.

Entwickelt ist der Discofox wohl, um eine Alternative zwischen Walzer und Kizomba anzubieten. Dancen und Tricksen mit der Möglichkeit auch ein bisschen zu sliden. Das symmetrische Shape mit kleinen Kicks hat eine Wheelbase von 69,9 bis 72,7 cm und ist somit für gemütliches Freeriden geeignet, gerade weil Konkave und Flares durchdacht sind. Der Rocker unterstützt den Skater zusätzlich bei Standupslides und macht das Pushen angenehmer für die geschundenen Gelenke. Mit zwei Flexstufen sollte für jede Gewichtsklasse das Fahrverhalten drin sein, bei dem man sich wohler fühlt. Das Flex dämpft angenehm, ohne dabei zum Trampolin zu verkommen. Wir haben das Board mit Bear 852s und Blood Orange Morgans ausgestattet. Leichte und von Hause aus weiche Achsen mit rutschigen Rollen, die man auch mal nach zwei drei starken Pushs zum Rutschen bringen kann. Wir wollten das Board lieber beim Freestylen testen. Bei einer Runde mit mehreren Skatern ging der Discofox rum wie Kim Kardashians Hintern in den Medien.

bastl_discofox

Boneless, Fingerflips, Oldschoolflips und mit Manuals gepaarte Combotricks à la Tony Hawks Proskater sollten die wirklichen Stärken des Boardes hervorheben. Bei jeder Bewegung sollte das Board mindestens einmal unsanft den Boden berühren, um die neue Boardkantenverstärkung auf Splitterfreiheit zu überprüfen. Und tatsächlich: Uns ist bislang kein Board unter die Füße gekommen, das so viel Misshandlung weggesteckt hat wie dieses – und das noch bei einem so geringen Gewicht, dass man wirklich stutzig wird. Ach, und es ist vollständig wasserdicht, was in Anbetracht der gefühlten nächsten zwölf Monate sicher einleuchtet.

Shape und Features: eierlegende Wollmilchsau, Check. Das Einzige, was schmerzt, ist – wie bei den anderen Artist Collection Boards – der Preis, aber na ja: Was will man machen? Man bekommt ja bekanntlich auch keinen Benz für den Preis eines Fiats. Die Grafik war mir persönlich etwas zu düster für ein Board, das mir so viel Freude bereitet hat, und man kann sicher sagen, dass man weder die Grafik noch den Rest des Boards kaputt bekommen wird.

TECHNISCHE DETAILS
•Länge: 108cm
•Breite: 24,5cm
•Wheelbase 69,9-72,7cm
•Concave: Medium
•Woodcore
•100% wasserdichte Konstruktion
•Preis: ab 240 Euro (Deck only)

Flattr this!